— immi and greg.

sands, emus and pumpkins.

de

pumpkin sunset.

Es wird immer besser. Nach den ersten durchwachsenen Wochen, fahren wir immer weiter in die Tropen. Die Temperaturen steigen wieder, die Wolken werden seltener und das Wasser immer klarer.

Agnes Water war nicht der erhoffte Insider. Zwar hatten wir mit Workman’s Beach einen wirklichen Super-Zeltplatz, aber wir hatten uns eigentlich vorgenommen überhaupt nichts für Übernachtungen auszugeben. Das Übernachten auf Parkplätzen ist um Agnes Water extrem schwierig, die Gegend zwar schön, aber nicht wirklich das, was wir uns für einen längeren Aufenthalt vorstellen.

Nach drei Tagen auf dem Campingplatz ziehen wir also im Morgengrauen weiter in Richtung Norden. Town of 1770 sparen wir uns, denn kleine Orte mit vielen Restaurants haben wir schon an anderen Küstenabschnitten gesehen. Wir müssen erst einmal einige Kilometer zurück auf den Bruce Highway, denn Agnes Water und 1770 liegen sozusagen am Ende einer langen Sackgasse.

Der Highway führt uns durch die grünen, grasigen Tablelands und wir beschließen an einem Rastplatz zu übernachten, den wir im Camps (ein Straßenatlas mit Camping- und Rastplatzverzeichnis) gefunden haben. Als wir dort ankommen, werden wieder mal die Vorurteile bezüglich des Camps bestätigt. Kostenlose Rastplätze sind so gut wie immer an der Straße, die Sanitäranlagen meist nicht state-of-the-art und das Publikum nicht so unser Fall. Den Camps benutzen wir nur noch im äußersten Notfall – wir orientieren uns lieber anhand einer Karte öffentlicher Toiletten, die wir auf unser TomTom geladen haben (;

tannum sands.

Diese Karte zeigt uns einen ganzen Haufen von Toiletten östlich von uns, in einem kleinen Küstenort namens Tannum Sands. Die Fahrt in die Stadt mit modernen, bunten Häusern lässt viel Gutes vermuten und tatsächlich entpuppen sich Ort, sowie Promenade und ansässige Bevölkerung als absoluter Glücksgriff! Der Ort profitiert extrem vom Aluminiumwerk im benachbarten Boyne Island und den Industriedollars aus der nächstgrößeren Stadt Gladstone.

Im Jahr 2000 wurde in Tannum Sands eine mehrere Kilometer lange Promenade aus dem Boden gestampft, die für Reisende so einiges parat hält. Separate Duschkabinen, Toiletten mit Klobrillen, ausreichend Barbeques, kleine Pavillons und für unsere Longboards auch einen astrein betonierten, kilometerlangen Fußweg.

the vaners.

Wir bleiben, natürlich! Zwischen Ausflügen in die Bibliothek von Gladstone, in der wir mal wieder umsonst Internet haben, und langen Tagen am Strand, entspannen wir endlich einmal richtig und fühlen uns richtig gut – schalten einfach mal ab. Zwar ist das auch hier mit dem Übernachten ein Problem, allerdings ist es ziemlich einfach von der Promenade zwei Minuten zu fahren und dort ungestört zu schlafen.

Eines Tages bemerken wir, dass sich schon seit einiger Zeit ein zweiter Van mit Matratze in Tannum Sands aufhält und wir sprechen den Fahrer an. Er heißt Col, kommt aus Melbourne und ist nach Central Queensland gekommen, auf der Suche nach Arbeit. Dabei hat er schon einiges vom Outback gesehen und ist manchmal auch nur glimpflich davon gekommen (als ihm zum Beispiel das Benzin auf einer Straße im Nichts ausging, hielten kurz darauf ein paar Locals an und erklärten ihm, dass die nächste Tankstelle mit dem Rest, den er im Tank hat, auf jeden Fall noch zu erreichen ist). Col wurde unser Kompagnon in Tannum Sands, wir tauschen Erfahrungen aus und teilen abends Kaltgetränke.

road.

Nach einiger Zeit entschließen wir uns aufzubrechen und fahren nach Gladstone. Wir merken, nach einer stressigen Nacht im Yachthafen, dass diese Stadt nicht wirklich nach unserem Geschmack ist und machen einfach noch ein paar Tage Urlaub in Tannum Sands. Am Anzac Day (25.04.) schleift uns Col in den lokalen Pub und wir lernen zu allem Überfluss noch Freunde eines Arbeitskollegen aus Brisbane kennen – der ist zufälligerweise genau hier aufgewachsen! Leicht angetrunken und müde gehen wir ins Bett und machen uns am nächsten Morgen auf. An Gladstone vorbei in Richtung Rockhampton.

Mehr Fotos in der Slideshow:

Der Küstenstreifen östlich von Rockhampton wurde uns schon von Freunden empfohlen und wo das kleinstädtische Rockhampton enttäuscht, da weiß diese Region – genannt Capricorn Coast – wirklich zu überraschen. Nach einer halben Stunde Fahrt durch Eukalyptuswälder kommt man von Rockhampton nach Yeppoon. Ein Küstenort, der vom Aussehen durchaus mit Coolangatta verglichen werden könnte. Nur sind die Wellen flacher, die Abendessen günstiger und die Hotels kleiner. Wir finden natürlich keinen einzigen Parkplatz auf dem das Parken über Nacht erlaubt ist und fahren den Küstenstreifen weiter nach Süden. Es ist später Nachmittag und wir bekommen einige tolle Szenen zu Gesicht.

Am Wreck Point schauen wir über das Meer und sehen entfernt überall kleine steinige Inseln aus dem Meer ragen. Die Keppels! In der Abendsonne sehen diese Inseln atemberaubend aus und Gregor ist ziemlich genervt, dass er sich auf Fahren konzentrieren muss. Wir machen Kartoffelbrei zum Abendessen und genießen den kühlen Abend in Emu Park (und parken mit dem Auto dann vor dem lokalen Pub – keine Probleme).

keppel.

Da es am nächsten Tag anfängt in Strömen zu regnen, entschließen wir uns, nach einem Spaziergang um das Singing Ship Memorial und einer Auszeit im Skatepark, die Nacht im Hostel zu verbringen. Natürlich nur auf dem Parkplatz, weil das günstiger ist, aber es ist schön die trockenen Gemeinschaftsräume und heißen Duschen zu benutzen und nur zum Schlafen ins etwas klamme Auto zu gehen.

Am Tag darauf sehen wir (während wir aufgrund andauernden Regens um eine Nacht verlängern) in der Rezeption einen Zettel hängen, der uns sofort anspricht. Eine kleine Urlaubsinsel südlich von North Keppel Island sucht Backpacker, die vier Stunden am Tag arbeiten und dafür kostenlos bleiben dürfen. Wir sind sofort dabei! Ein Telefongespräch später sind wir schon ganz aufgeregt und bereiten uns vor, in zwei Tagen auf einer einsamen Insel zu sein. Endlich endlich endlich (:

toes.

Pumpkin Island wird im Herbst für drei Jahre an die größte Bierfirma in Queensland vermietet und die Besitzer brauchen noch Hilfe beim Umzug und der Betreuung der letzten Gäste. Die Insel ist wirklich klein, hat aber mehrere Strände, zwei Berge und auch steinige Abschnitte, in denen sich die Gischt meterhoch spritzt. Wir sind die ersten Tage so paralysiert, dass wir die Kamera gar nicht in die Hand nehmen können. Erst nach einer Woche fangen wir an zu schnorcheln, mit den Kayaks die Korallenriffe zu erkunden und die Insel von vorn bis hinten kennenzulernen.

coral.

Die beiden jungen Besitzer der Insel, Wayne und Laureth und ihre beiden Hunde Milow und Coco, sind aus Südafrika – Wayne’s Familie hat die Insel vor einigen Jahren übernommen, modernisiert und öko-zertifizieren lassen. Wasser kommt aus Regentanks, Strom aus Solarzellen und kleinen Windrädern und so ziemlich alles was man so braucht muss mit einem kleinen Schiff aus Rosslyn Bay herübergebracht werden.

Die beiden waren jetzt fast ununterbrochen drei Jahre auf der Insel und freuen sich schon auf ihre dreijährige Auszeit. Auch wenn sie immer wieder für Kontrollen auf die Insel kommen müssen, wollen sie während dieser Zeit vor allem Australien in einem Caravan erkunden. Wir werden sehr nett empfangen, extrem gut behandelt und die Arbeit ist nicht wirklich hart. Wir haben wirklich Zeit zum relaxen, vor allem wenn die beiden nach Brisbane müssen und wir eine Woche lang allein auf die Insel aufpassen. Robinson!

kayak.

Wir streichen die hölzernen Terrassen, füttern die beiden Papageien, schnorcheln und kayaken, schlafen und lesen extrem viel und kochen endlich mal wieder aufwändiger. Die Insel ist atemberaubend und jeder Sonnenuntergang ist einzigartig. Einen bestimmten haben wir zum Glück auf Fotos festgehalten – wir waren den Tränen nah, denn so etwas Schönes haben wir beide noch nicht gesehen.

sunset.

Als Wayne und Laureth zurückkommen, geht der Umzug los. Die beiden haben sich in Brisbane eine Grippe eingefangen, weshalb wir gern etwas mehr tun. Da die große Fähre (vom Festland zur Insel) und die kleine Fähre (von der großen Fähre an den Strand) beide neu gestrichen, die Muscheln am Rumpf entfernt und die Motoren gecheckt werden müssen, bepacken wir das kleine Boot mit ca. 400kg und uns selbst und fahren bei relativ stürmischer See zurück um einige Tage am Festland zu verbringen.

Wir kommen netterweise bei Wayne’s Eltern unter, die ihr Haus an einem Berg in Yeppoon stehen haben. Da wir die Muscheln innerhalb eines Montagvormittags abbekommen und die Bierfirma das Streichen des Bootes falsch geplant hat, können wir das Antifowling nicht anbringen (Farbe, die das Schutz vor dem Faulen schützt) und warten. Die kleine Fähre wird erst am Donnerstag geprüft und kann erst danach wieder genutzt werden. Trotz stürmischer See müssen Wayne und Laureth mit dem Umzug weitermachen und wir fahren noch einmal mit – packen helfen, Abschiedsfotos schießen und Sachen packen. Wir würden gern die Zeit anhalten, wollen aber auch weiter, denn das Konto leert sich.

sea.

Wir freuen uns schon, auf das was kommt, denn der Norden hat uns bisher nicht enttäuscht. Die nächsten Stopps sind wohl Airlie Beach, bei den Whitsundays, und danach Townsville. Wir halten euch auf dem Laufenden und fahren dann mal in zwei, drei Tagen weiter.

P.S.: Gregor hat sich sehr über die Geburtstagswünsche gefreut. Geschenke gibts bereits seit November täglich (;

Mehr Fotos in der Slideshow:

gb

pumpkin sunset.

It’s getting better all the time. After the first weeks of alternating weather and alternating moods we’re getting further into the tropics. The temperatures are rising, clouds become less and less and the ocean’s water is getting clearer as well.

Agnes Water wasn’t the insider we hoped for. Indeed we had a nice campground in Workman’s Beach but originally we wanted to spend  no money at all for our accomodation. Staying overnight on public parking spaces is quite difficult in Agnes Water. The area is quite nice but not really what we are looking for when it comes to a longer stay.

And so, after three days on the campground, we carry on with our trip North at the crack of dawn. We save ourselves the experience of the Town of 1770 because we have already seen quite a few small coastal towns with more restaurants than inhabitants. First of all we have to drive a couple of kilometers back to the Bruce Highway, because Agnes Water and 1770 are kind of the end of a dead-end street.

The highway takes us along the green, grassy tablelands and we decide to stay on a small rest area we found in the Camps (the road atlas with camping sites and rest areas). As we arrive once more all the prejudices we have concerning the Camps are confirmed. Free rest areas are normally right next to the highway, toilets and showes are mostly not state-of-the-art and the other visitors are not really our cup of tea. We only use the Camps in emergencies now and more like to find some nices spots with the help of the map of public toilets we loaded on our TomTom (;

tannum sands.

This map shows us heaps of toilets east of where we are now, in a small coastal town called Tannum Sands. As we are driving into town the modern and colourful houses let assume that this could have been a good choice and as a matter of fact this little town, as well as the promenade and the locals are a real find! Tannum Sands is benefitting from the Aluminium smelters in neighbouring Boyne Island and the dollars coming in from the next bigger town of Gladstone.

The promenade which is several kilometers long, was being built from scratch in 2000 and has heaps of things for travellers. Separated shower cabins, small pavillons and for our longboards a long, concrete walkway.

the vaners.

We stay, of course! Inbetween trips to the library in Gladstone that provides us with some free internet again, long days at the beach, we finally relax properly and feel pretty good – step back a bit. Of course staying overnight is a problem here as well but it’s relatively easy to sleep two minutes away from the promenade without interruption.

One day we recognize that there is another van with a matress around in Tannum Sands and we have a chat with the driver. His name’s Col, he’s from Melbourne and came to Central Queensland looking for a job. On his way up he has already seen a good bit of the outback and was sometimes pretty lucky (for example when he nearly run out of petrol in the middle of nowhere and quickly after that some locals explained to him that he definitely reaches the next service station with what he still has in his tank). Col somehow became out mate in Tannum Sands, we are exchanging experiences and share cold beverages in the evening.

road.

After a while we decide to finally head of and drive to Gladstone. After a stressful night in Gladstone’s marina we realize that this town wasn’t for us and just go back for a bit of a holiday to Tannum Sands. On Anzac Day (25.04.) Col drags us to the local pub where we, completely by chance, meet some friends of a colleague Gregor had in Brisbane – that guy coincidentally grew up in Tannum Sands! Slightly drunk and tired we go to bed and in the morning travel past  Gladstone to Rockhampton.

More photos in the slideshow:

The coastal strip east of Rockhampton already was referred to us by friends. Where the provincial Rockhampton disappoints, this area – called the Capricorn Coast – really knows to surprise. A thirty minute drive through eucalypt forests takes you from Rockhampton to Yeppoon. A coastal town that could be compared to Coolangatta, spare the waves, the expensive restaurants and big hotels. Of course we don’t find a single parking spot where you are allowed to stay overnight and so we keep driving down the coast southwards. It is late in the afternoon and we get some wonderful views.

At Wreck Point we’re overlooking the ocean and see heaps of small stony islands emerging from the sea. The Keppels! In the evening sun those islands really look breathtaking and Gregor is pretty bugged that he has to concentrate on driving. We have mashed potatoes for dinner and enjoy the cool evening in Emu Parl (and park in front of the local pub afterwards – no problems).

keppel.

As it starts pouring out of buckets the next day we decide, after a walk to the Singing Ship Memorial and a break in the local skatepark, to spend the night in a hostel. Of course just in the parking lot because that’s cheaper but it’s nice to use the dry public roomes and the hot showers and just have to visit the car when we’re going to bed.

On the next day (while we extend our stay for one night because of the enduring rain) we see a piece of paper hanging in the reception that immediately appeals to to us. A small holiday island south of North Keppel Island is looking for backpackers that are willing to work four hours a day and get a free stay. We are immediately calling and are excited and prepare for leaving for a desert island in two days. Finally (;

toes.

Pumpkin Island is being rented out to Queenslands biggest beer company in spring and the owners need some help with their moving and caring for the few final guests. It is a really small island, but has several beaches, two hills and a couple of stony parts where the spray shoots up several meters high. The first couple of days we are so paralysed we can’t even take photos with the camera. After a week we start snorkelling, explore the coral reefs in kayaks and get more familiar with the island.

coral.

The two young owners of the island, Wayne and Laureth and their two dogs Milow and Coco, are from South Africa – Wayne’s family took over the family a couple of years ago, modernised it and got an eco-certification. Water comes out of raintanks, electricity from solar and a small windmill and almost everything you need has to be brought over in a small ship from Rosslyn Bay.

The two owners have been on the island for almost three years without any bigger breaks and are looking forward to have three years off. Even though they have to come back to the island for regular checks they primarily want to travel through Australia in a caravan. We are being received very friendly, treated very nicely and the work is not really hard. We have heaps of time to relax, especially when the two have to go to Brisbane  and we are watching the island alone for a week. Robinson!

kayak.

We paint the wooden decks, feed the parrots, snorkel and go kayaking, read and sleep very much and are finally able to cook with a bit more effort. The island really is breathtaking and every sunset unique. We took photos of one sunset luckily – we were close to tears because we haven’t seen something that beautiful never before.

sunset.

As Wayne and Laureth are coming back, the moving starts. They catched a flu in Brisbane and that’s why we are happy to help even more. The big ferry (from the mainland to the island) and the small ferry (from the big ferry to the beach) both need a new anti fowling, the shells and dirt need to be scraped off the bottom and the motors need a check, we load the small boat with ca. 400kgs of luggage and ourselves and travel through a rough sea over to the mainland, to stay there for a few days.

Wayne’s parents are so nice to let us stay with them in their house in Yeppoon. As we are able to get all the dirt and shells from the boats during one morning and the beer company planned their painting campaign for the boat wrong, we can’t put the anti fowling on and wait. The little ferry is only being checked on thursday (it’s monday today) and can only be used after that. Despite the stormy sea Wayne and Laureth have to move more stuff and we go with them another time – help to pack, goodbye photos and packing bags. We want the time to stand still but we have to go and our accounts are emptying quickly.

sea.

We are looking forward to what comes next because Queensland’s north hasn’t disappointed us yet. The next stops are probably Airlie Beach and the Whitsundays and afterwards Townsville. We keep you informed and are heading off in two to three days.

P.S.: Gregor was really happy about all the birthday wishes. He is getting presents daily since November (;

More photos in the slideshow:

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