— immi and greg.

the big trip (I of III): brisbane to sydney.

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Schon wieder, schon wieder…so viel Zeit vergangen. Unser letzter Eintrag erzählt noch davon, wie wir im Sommer die Ostküste erkunden. Mittlerweile haben wir australischen Winter und sitzen in einem Haus am anderen Ende des Kontinents – mit einem festen Job und Flugtickets nach Kuala Lumpur im Oktober.

Weihnachten auf Stradbroke Island war wundervoll und nach über einer Woche im Sand freuten wir uns dann auch auf trockene Räume und warme Duschen. Von unserer Ankunft in Brisbane im Dezember ’12 bis zu unserer Abreise im März ’13 haben wir wieder einmal auf zahlreichen Sofas und in einigen Gästezimmern geschlafen, hatten ein verlassenes Haus für uns allein und haben manchmal auch einfach im Van in der Auffahrt von Freunden übernachtet. Nach über einem Jahr in Australien wussten wir nicht so wirklich etwas mit uns anzufangen und waren ziemlich lethargisch – Western Australia war entfernt als Destination im Hinterkopf aber nie wurde etwas festgelegt und durchgezogen.

Gregors ehemaliger Mitbewohner aus Hamburg und ein weiterer Freund waren nach Silvester für drei Wochen in Brisbane und wir nutzten die Zeit in der es nicht regnete um die Gegend zu erkunden – Cedar Creek in Samford und die südlichen Strände der Gold Coast waren einige der Spots. Danach wurden wir unruhig – mehr oder weniger aus dem Nichts erhielt Gregor dann Anfang Februar ein Jobangebot in Fremantle, Western Australia. Wir konnten nun planen, uns ein Abfahrtsdatum setzen und so langsam “Goodbye” zu allen Brisbanites sagen, die uns so ans Herz gewachsen sind.

Am 18. März sind wir dann, zum ersten Mal pünktlich, losgefahren. Unseren Van haben wir vorher noch einmal rundum geprüft und alles erneuert was wir konnten – Olli von Southern Spirit Campervans, unser geschätzter deutscher Mechaniker, hat zwar einen Großteil der Arbeit geleistet aber Gregor kann jetzt von sich behaupten eine Zylinderkopfdichtung tauschen zu können (und einen Zylinderkopfdeckel gereinigt zu haben – puh). Auch waren wir recht glücklich dass sich das abgebrochene Teil am Kühler, welches bei Mazda 200 Dollar gekostet hätte, als nutzlos erwies (auch wenn Mazda versuchte uns und Olli etwas anderes einzureden).

Die grobe Planung sieht vor, dass wir von Brisbane über Sydney, Canberra und Melbourne nach Fremantle fahren und auf der Strecke alle Freunde besuchen, die wir finden können. Wir können uns noch nicht einmal mehr wirklich erinnern, wohin wir am ersten Tag gefahren sind und nutzen Immis spärliche Notizen um uns zu orientieren.

Wir brechen am Montag bei strahlendem Sonnenschein auf und fahren Richtung Süden. Immer an der Küste entlang folgen wir dem Highway 1 von Queensland nach New South Wales, passieren Tweed Heads, Ballina, Grafton und Kempsey. Diese Gegend hatten wir schon 2012 einmal besucht, mussten aber aufgrund von Dauerregen und Wintereinbruch wieder umkehren (siehe Nimbin-Rain-Byron Bay).

Es wird langsam dunkel und bewölkt als wir Coffs Harbour passieren – wir schaffen es vor Einbruch der Nacht nicht mehr nach Port Macquarie und stellen uns mit unserem Van auf eine grasbewachsene Fläche neben einer Tankstelle am Highway. Nach einigen Stunden Fahrt kommen wir am nächsten Tag in Foster-Tuncurry an und erreichen über eine kleine Brücke den Myall Lakes National Park.

Östlich der Straße erstrecken sich mehrere Kilometer Sandstrand, als wir die Landzunge des Booti Booti NP überqueren. Die Myall Lakes sind oft mit dem Meer verbunden und so sehen wir beeindruckende Sandbankformationen und kühlen uns im klaren Wasser der Seen ab. Höchstwahrscheinlich ist diese Gegend sehr beliebt bei Pensionären – es ist unglaublich ruhig und entspannt.

Wir entschliessen uns einen Abstecher nach Mungo Brush zu machen, was uns von anderen Reisenden empfohlen wurde. Über eine kleine Fähre erreichen wir gegen Abend diese recht abgelegene Küstengegend. Vor nicht allzu langer Zeit war die ganze Gegend überflutet, es wimmelt von Moskitos. Wir machen Rast auf einem kleinen Campingplatz und werden mit einem wundervollen Sonnenuntergang belohnt – außerdem besucht uns auch noch die “Wildnis” in Form eines abgemagerten Dingos und eines Pelikans, der seine Runden auf dem See dreht.

Am nächsten Tag wollen wir es unbedingt bis nach Sydney schaffen, lassen uns aber einen Abstecher über Lakes Entrance und den Brisbane Waters NP nicht entgehen. Vom Nationalpark und seinen Wasserfällen werden wir aber leider enttäuscht – es handelt sich eher um ein trauriges Rinnsal. Auf der Fahrt hinein nach Sydney werden wir uns erst einmal der Größe dieser Stadt, verglichen mit Brisbane, bewusst. Der Verkehr ist grauenhaft, man steht mitten am Tag einfach im Stau – und es ist noch nicht einmal Rush Hour.

Peter, ein Belgier den wir in Cloncurry kennengelernt hatten, hat ein kleines WG-Zimmer in Freshwater, nördlich von Manly – es dauert eine halbe Ewigkeit bis dorthin und da Peter noch arbeitet, vertreiben wir uns die Zeit ein bisschen in Manlys Cabbage Tree Bay. Wir sind komplett überwältigt von der Menge an Backpackern, die uns auf einmal über den Weg laufen – allerdings lassen wir uns vom strahlenden Sonnenschein ablenken und schlafen auf einer kleinen Rasenfläche kurz ein, bevor Peter von der Arbeit zurück ist und wir uns mit ihm am Strand in Freshwater treffen.

Sydneys Küstenvororte haben alle die Eigenheit kleine Schwimmbäder am Strand zu haben, die es den Bewohnern ermöglichen auch bei starkem Wellengang ein paar Runden zu drehen. Nicht wirklich infinity pools aber nah dran. Wir bleiben den ganzen Abend am Strand und tauschen ein paar Anekdoten aus. Wir bekommen auch noch Besuch von einem Opossum, welches sich scheinbar verirrt hat und sich einfach neben uns setzt.

Den nächsten Tag nutzen wir um uns in Sydney umzuschauen, platte Füße zu bekommen und das unvermeidbare Sydney-Opera-und-Harbour-Bridge-Foto zu machen. Wir nehmen die Fähre um in die Stadt zu kommen – da in irgendeinem Tunnel ein Tanklaster umgekippt ist, fahren keine Busse und die Fähre ist brechend voll. Als wir von der Fähre kommen, sind wir uns einig, dass wir eigentlich ein bisschen mehr erwartet haben – vielleicht auch einfach ein bisschen zu viel. Aus der Nähe ist die Oper ja ganz schön, sieht aber in echt nur halb so opulent aus, wie auf Fotos.

Wir schlendern durch den botanischen Garten zu Mrs Macquarie’s Chair – von da hat man den besten Blick auf Sydneys zwei Wahrzeichen – der Spaziergang durch den Garten dorthin und zurück in Richtung Innenstadt erweist sich wieder einmal schöner als die Wahrzeichen – naja, man muss es ja wenigstens mal gesehen haben.
Für seinen Job in WA muss Gregor sich noch einen Anzug besorgen, also suchen wir nach geeigneten Läden – allerdings erweisen die sich alle als nicht besonders hilfreich, denn sie haben entweder nicht die richtigen Farben oder die Anzüge sind einfach zu kurz. Wir verbringen noch ein bisschen Zeit in den Malls um Immis Bedürfnisse zu befriedigen, bevor wir uns noch Sydneys ältesten Stadtteil “The Rocks” ansehen – alles sehr hübsch und alt, aber viel zu viele Cafés und Touristen. Mit der Fähre gehts zurück und wir streifen noch ein bisschen durch die Nebenstraßen von Manly, schauen uns pittoreske kleine Häuschen an und glotzen in Ladenfenster.

Abends trinken wir ein paar Ales im Stowaway und bestellen uns eine Pizza von Marilynas nebenan – es tut gut einfach mal ein bisschen Geld für gutes Essen und Getränke auszugeben und wir verbringen noch eine Weile dort, bevor es uns nach Sonnenuntergang wieder zum Strand zieht. Sydney war den Abstecher auf jeden Fall wert, aber wir merken am nächsten Tag, dass wir uns noch mehr Zeit hätten nehmen sollen – wir haben noch nicht einmal King’s Cross gesehen!

Naja, wir bahnen uns den Weg durch den extrem zähflüssigen Verkehr nach Westen und tanken noch einmal auf. Wir haben ein paar hundert Kilometer durch eine der (wie wir noch nicht wissen) langweiligsten Landschaften Australiens vor uns, es geht nach Canberra.

Hier findest Du mehr:

Mehr Fotos wie immer in der Slideshow:

gb

Again, again…so much time has passed. Our last post still speaks of how we discovered the east coast during summer. Now it’s winter in Australia and we’re sitting in a little house at the other end of the continent – with a solid job and tickets to Kuala Lumpur in November.

Christmas on Stradbroke Island was wonderful and after a week in the sand we were looking forward to dry rooms and warm showers. From the time of our arrival in Brisbane in December ’12 until our departure in March ’13 we slept on countless couches and in several guestrooms, had an empty house to ourselves and sometimes simply stayed in our van in some friend’s driveway. After more than a year in Australia we didn’t really know what to do with ourselves anymore and became pretty lethargic – far away Western Australia was in the back of our heads as a possible destination but we never got close to planning or even pulling through with it.

Gregor’s ex-flatmate from Hamburg and another friend visited Brisbane for three weeks after New Year and we used the time it wasn’t raining to explore the surroundings – Cedar Creek in Samford and the southern beaches of the Gold Coast were only some of the spots. After they departed we got a bit uneasy – then, almost out of the blue, Gregor got a job offer in Fremantle, Western Australia, at the beginning of February. Finally we were able to plan, put down a departure date and slowly start to say “Goodbye” to all the Brisbanites that found their way into our hearts.

On the 18th March, for the first time ever, we departed on time. We checked our van thoroughly before that and replaced and topped up everything we could – though Olli from Southern Spirit Campervans, our cherished German mechanic, did much of the work Gregor now can proudly say that he changed a rocker cover gasket (and cleaned a rocker cover – phew). We also were happy to discover that a broken plastic part on the radiator which would have cost 200 Dollars to replace turned out to be absolutely useless (even though Mazda tried to prove the opposite to Olli and us).

The rough plan is to go from Brisbane via Sydney, Canberra and Sydney to Fremantle and visit all the friends we can find on our way. We can hardly remeber were we went on our first day but we will try using Immi’s notes she’s taken.

On Monday we head out with bright sun lighting our way South. We follow the Highway 1 along the coast from Queensland to New South Wales, past Tweed Heads, Ballina, Grafton and Kempsey. We already visited this part during 2012 but had to turn around due to torrential rain and the start of winter (see Nimbin-Rain-Byron Bay).

It’s slowly getting dark and cloudy as we pass Coffs Harbour – we don’t make it to Port Macquarie before nightfall and stop on a grassy spot next to a service station. After a couple of hours driving we reach Foster-Tuncurry the next day and, via a small bridge, the Myall Lakes National Park.

East of the road a mile long beach stretches over the better part of what is know as Booti Booti National Park. The several lakes of the Myall Lakes are often connected to the sea and so we are able to discover some impressing sandbank formations and to cool down in the clear waters of the lakes. This area is probably a favourite with pensioners – it’s amazingly quiet and relaxed.

We decide to go on a stint to Mungo Brush – a tip we got from other travellers. After crossing a river on a small ferry we reach this relatively remote coastal strip. Not long ago the whole area was flooded and the air is brimming with mosquitos. We stop on a campground for the night and are compensated by a wonderful sunset – in addition to that we are visited by some wildlife in the forms of a skinny dingo and pelican who is making his rounds around the lake.

We really want to make it to Sydney the next day but don’t want to let this get in the way of our plans to visit Lakes Entrance and Brisbane Waters NP. Sadly the National Park and its waterfallsare a disappointment – it’s merely a trickle. As we’re driving into Sydney we suddenly realize how big this city is, compared to Brisbane. The traffic is horrible, we’re constantly stuck in traffic jams – and it’s not even rush hour.

Peter, a Belgian we met in Cloncurry, has a small room in a shared flat in Freshwater, north of Manly and it takes half an eternity to get there and, as Peter is still at work, we spend some time at Manly’s Cabbage Tree Bay. We’re overwhelmed by the amount of backpackers here  – but we let the bright sunshine distract us and fall asleep for a short time before Peter is back from work and we meet him at the beach in Freshwater.

Sydney’s coastal suburbs all have the peculiarity to have small public baths right at the beach which enables their inhabitants to go for a swim even when the surf is rough. Not really infinity pools but close enough. We stay at the beach for the rest of the evening and share a couple of stories. A little possum pays us a visit and hangs around the spot where we sit.

We use the next day to go sightseeing in Sydney, get some sore feet and take the unevitable Sydney-Opera-and-Harbour-Bridge-photo. The ferry on the way into town is packed as a petrol truck tipped over in some tunnel around town and most of the busses are out of service. As we step of the ferry we both realize that we would have expected somewhat more – maybe we expected too much. From close up the Opera is really nice but really only half as opulent as on photos.

We take a stroll through the Botanic Gardens to Mrs Macquarie’s Chair from where you are supposed to have the best view on both of Sydney’s iconic landmarks – the walk through the gardens and back into town once more proves to be more picturesque than the the landmarks – who cares, you definitely have to take a look at it while you’re there.
For his Job in WA Gregor has to buy a suit so we’re looking into some shops – most of them are not very helpful as they either don’t have his preferred colours or because the suits are simply too short. We spend a bit more time in the malls to satisfy Immi’s needs before taking a look at Sydney’s oldest district “The Rocks” – all very picturesque and old but way too many cafés and tourists. Back to Manly on the ferry and off on a stroll through the sidestreets and some window shopping.

In the evening we have some ales at the Stowaway and order a pizza from Marilynas next door – it feels good to spend some money on decent food and drinks and we spend some more time there before we’re drawn to the beach once more after the sun goes down. Sydney definitely was worth the visit but we only realize on our departure next day that we should have planned in a bit more time – we didn’t even see King’s Cross!

Nevermind – we find our way through the thick traffic in westerly direction and refuel. Before us lay a couple of hundred kilometers through (as we don’t know yet) one of the most boring parts of Australia, to Canberra.

Read on:

As always, more photos in the slideshow:

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