— immi and greg.

off to new adventures.

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Nach 2 Jahren in Australien ist es an der Zeit “Goodbye” zu sagen. Wir hatten nie daran gedacht, tatsächlich für so lange Zeit am anderen Ende der Welt zu verweilen – im Nachhinein betrachter verging die Zeit wie im Fluge, insbesondere die letzten Wochen. Wir können uns noch genau daran erinnern, wie wir vor 24 Monaten in Gregor’s Wohnung saßen – Immi’s Eltern und Dirk leisten uns moralischen Beistand und ein Wodka zur Beruhigung des Magens wird schon morgens getrunken.

Australien war gut für uns – wir haben tolle Menschen kennengelernt, viel über uns selbst rausgefunden, die Natur und das Nachtleben erkundigt und tatsächlich auch etwas Geld verdient. Es ist ziemlich schwer in Worte zu fassen, wie glücklich wir darüber sind, dass die letzten 2 Jahre so geschmeidig über die Bühne liefen. Tatsächlich war die Zeit auf dem einzigen Kontinent der auch ein Land ist (vielen Dank, Tally Ho Zigarettenblättchen) so gut, dass wir unserem Abschied noch einmal einen separaten Beitrag widmen werden.

Genug mit dem Gejammer zum Abschied. Rucksack packen und los nach Südostasien (nachdem wir erst einmal 25kg unseres Lebens zurück nach Deutschland verschifft haben). Die letzten Stunden auf australischem Boden verbringen wir mit unseren Freunden und weltbesten Mitbewohnern, Luise und Thore, und Freunden aus Fremantle. Perfekt. Wir kommen gegen 1 Uhr nachts ins Bett. Um 3:30 Uhr klingelt der Wecker wieder und kurz darauf sitzen wir im VW Bus von Chris und Ana, die sich bereit erklärt hatten uns um diese unchristliche Zeit zum Flughafen zu fahren.

Um 6:40 hebt der Flieger von Perth nach Kuala Lumpur ab – im Flugzeug sitzend merkt man dann auch, dass man vielleicht doch auf die letzte Flasche Sekt in der Nacht zuvor hätte verzichten können. Ein anderer Negativpunkt ist, dass wir unser letztes australisches Geld am Flughafen ausgegeben haben – leider nicht für eine Flasche Wasser. Wir verbringen die nächsten Stunden austrocknend im Billigflieger, verfluchen unsere Dummheit und können es kaum erwarten endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Nach ca. fünfeinhalb Stunden kommen wir gegen Mittag hungrig und durstig im extrem schwülen Kuala Lumpur an. Naja, eigentlich im LCCT Flughafen 20km ausserhalb der Stadt – die schnelle Zigarette im sonnigen Raucherbereich treibt Gregor schnell in den (vorab gebuchten) Bus vom Flughafen – man kann die Haut förmlich verbrennen riechen. Schon reativ schnell wird uns klar, dass wir die westliche Welt verlassen haben – neugierige und erstaunte Blicke von überallher scannen unsere “weiße” Haut und vor allem Immis blonde Haare und Tattoos – das kann ja noch was werden.

Im klimatisierten Bus pennen wir erstmal ein und wachen immer mal wieder auf – am Highway stehen Palmenplantage und die (scheinbar typisch malaysischen) Wohntürme. Die Fahrt nach KL hinein ist eher ereignislos, bis auf zwei Dinge: man fragt sich immer ob die Stadt oder der Wald diesen Kampf um Platz gewinnen wird und man merkt sofort, dass der trüb-grüne, reissende Fluss nicht wirklich Badelaune macht.

Wir fallen in KL Sentral aus dem Bus und nach ersten Orientierungsproblemen und netter Hilfe von einem Local sind wir schnell in der Bahn und dann in Chinatown. Wir laufen erst einmal in die falsche Richtung (was in der Mittagshitze und 18kg Gepäck extra schlimm ist), finden unser im Voraus gebuchtes Hotel dann doch recht schnell. Hotel Petaling in der Jalan Petaling (aha!) ist mit ca. 60 MYR pro Nacht für ein Doppelzimmer zwar eher im Budgetbereich, trumpft aber mit schnellem und lückenlosen Wifi, Klimaanlage und sauberen Zimmern auf. Nachdem uns die Rucksäcke vom Rücken gefallen sind, fallen wir erst einmal aufs Bett – wir wachen nach drei Stunden veschwitzt und hungrig auf. Jetzt schnell geduscht und nach draussen.

Es ist deutlich kühler und wir streunen umher auf der Suche nach Essbarem. Das ist in Chinatown nicht schwierig, es gibt Gerichte aus allen erdenklichen Küchen. Für uns läuft es auf (ein bisschen ungwöhnliches aber angeblich authentisches) indisches Abendessen hinaus – danach genehmigen wir uns noch ein Bier und beobachten die vorbeiziehenden Menschenmassen, während im Hintergrund muslimische Gebetsgesänge aus Lautsprechern erklingen.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg in KL’s Golden Triangle – Gregor hatte über Google einen “tollen Markt zum Frühstücken” gefunden. Hilflos und verzweifelt landen wir aber doch erst einmal auf einen viel zu teuren Kaffee in einem klimatisierten Starbucks – für uns beide das erste Mal seit ungefähr fünfzehn Jahren.

Wir versuchen durch eine der riesigen Malls unseren Weg abzukürzen, verlaufen uns und erreichen nach einer guten halben Stunde Fussweg unser Ziel, die Imbi Markets. Dieser traditionelle Markt ist bei Einheimischen sehr beliebt (zum Frühstücken), ist aber für uns aber noch sehr ungewohnt – der Geruch von brackigem Wasser, getrocknetem Fisch und Räucherstäbchen in Kombination mit den Menschenmassen bekommt Immis leerem Magen doch nicht so gut. Schnell wieder weg und erst einmal Luft holen.

An einer Kreuzung finden wir einen Stand, der frische Früchte verkauft. Die freundliche Frau am Stand schneidet uns ein paar Mangos, Drachenfrucht und eine Kokosnuss – dann eben Obst zum Frühstück, die Vitamine brauchten wir sowieso dringend. Nach ein paar Stunden im Golden Triangle, gehen wir gegen Mittag wieder ins Hotel um die Weiterreise zu planen (nein, die Petronas Towers haben uns überhaupt nicht interessiert…wir waren auch nie auf dem Berliner Fernsehturm). Die Klimaanlage hilft – allerdings wird die Planung abgebrochen, da wir doch noch einma schnell was essen wollen. Ausserdem besorgen wir uns noch eine malayische SIM-Karte (Hotlink, 15 MYR Karte, davon 5 MYR Guthaben, zusätzlich 1GB Internet für 30 Tage 30 MYR) und Tiger Balsam (damit wir immer was zum Schnuppern haben, wenn die Gerüche mal wieder zuviel werden).

Abends gehen wir auf Empfehlung unseres Freundes Scott nach Bukit Bintang in die Pavilion Mall, die ungefähr so groß ist wie eine mittlere deutsche Kreisstadt und schlendern dort durch den Food Court. Nach einer kurzen Erkundungstour in der Gegend (MallsMallsMalls) bewegen wir uns langsam wieder zurück zu unserer Unterkunft.

Taman Negara steht als nächstes auf dem Plan. Morgen gehts mit einem Bus von KL via Jerantut nach Kuala Tahan, wo wir für ein paar Tage bleiben und den Regenwald erkunden. Es fühlt sich zwar noch alles sehr “unwirklich” an, aber wir freuen uns auf all die Dinge die in den nächsten sechs Monaten auf uns zukommen.

Mehr Bilder in der Slideshow:

gb

After 2 years in Australia it’s time to say “Goodbye”. We would have never thought that we would actually stay at the other end of the world for so long – in hindsight the time went by very quickly, especially the last couple of weeks. We still remember exactly how we felt 24 months ago in Gregor’s apartment – Immi’s parents and Dirk gave moral support and vodka helped to calm the stomach already in the morning.

Australia was a good experience for us – we have met great people, found out a lot about ourselves, explored the nature, nightlife and actually earned some money. It’s pretty hard to put into words how happy we are about the fact that the last 2 years were that smooth. In fact, the time on the only continent which is also a country (thank you, Tally Ho cigarette papers) was so great that we will devote a separate post to our farewell.

Enough with the whining goodbye. We pack our backpack and head to Southeast Asia (after we have shipped 25kg of our lives back to Germany). We spend the last hours on Australian ground with our friends and world’s best roommates, Luise and Thore, and good friends from Fremantle. Perfect. We go to bed around 1 am. At 3:30 am the alarm clock rings again and soon we are sitting in the VW bus of Chris and Ana, who had agreed to drive us to the airport at this ugly hour.

The plane takes off at 6:40am from Perth to Kuala Lumpur – sitting on the plane, we notice that perhaps the last bottle of champagne the night before wasn’t a good idea. Another negative point is that we have spent our last Australian money at the airport – not for a bottle of water though. We spend the next hours dehydrated on a budget airline’s jet, curse our own stupidity and can not wait to finally have solid ground under our feet again.

After about five and a half hours we arrive hungry and thirsty in the extremely muggy Kuala Lumpur around noon. Well actually at the LCCT airport 20km outside the city – the quick cigarette in the sunny smoking area quickly drives Gregor into the (pre-booked) bus from the airport – you can literally smell your skin searing. It becomes clear to us realtively quickly that we have left the western world – curious and surprised looks from everywhere scan our “white” skin and especially Immi’s blonde hair and tattoos – ….

We take a little nap in the airconditioned bus and wake up every now and again – next to the highway are palm plantations and the (seemingly typical Malay) residential towers. The ride into KL is rather uneventful, except for two things: one always wonders whether the city or the forest will win this battle for dominance and you can tell immediately that the dull-green, rapid flowing river does not really get you into a bathing mood.

We fall out of the bus in KL Sentral and after the first orientation problems are solved with the help from a nice local we are getting quickly onto the train to Chinatown. We go into the wrong direction at first (which is extra bad because of the midday heat and 18kg luggage) but find our pre-booked hotel pretty quickly. Hotel Petaling in Jalan Petaling (aha!) is about 60 MYR per night for a double room and, although in the budget range, on a winning ticket with fast Wi-Fi, airconditioning and clean rooms. After the backpacks fall from our backs, we lay down on the bed – and wake up three hours later hot and hungry. A quick shower and outside.

It is much cooler and we roam the streets in search of food. This is not difficult in Chinatown, there are dishes from all kinds of cuisines. We choose an Indian dinner (the style is a bit unusal but supposedly authentic) – and afterwards allow ourselves a beer and watch the passing crowds, while in the background Muslim prayer chants ring from speakers.

We decided to head into KL’s Golden Triangle the next morning – Gregor found a supposedly “great market for having breakfast” on the web. As we need coffee to function we see no other option than to go and have one far too expensive coffee in an air-conditioned Starbucks – for both of us for the first time in about fifteen years.

We try to shortcut through one of the gigantous malls, get lost and finally arrive at our destination, Imbi markets, after almost half an hour. This rather traditional market is very popular with locals (for breakfast) but is still pretty foreign for us – the smell of brackish water, fermented fish, incense sticks and the enormous amount of people around us doesn’t become Immi’s empty stomach too well. We have to flee into fresh air and breathe.

At an intersection a few minutes away we find a stall that sells fresh fruit. The friendly woman at the booth cuts us some mangoes, dragon fruit and a coconut – okay then, just fruit for breakfast, we needed the vitamins anyway. After a few hours in the Golden Triangle we head back to the hotel to plan the onward journey (no, the Petronas Towers didn’t interest us a bit…we have never been on the TV tower in Berlin either). The airconditioning helps – but the planning is cancelled as we both want to have a quick snack. We also want to get ourselves a Malaysian SIM card (hotlink 15 MYR SIM of which 5 MYR are credit, additionally 1GB internet for 30 days 30 MYR) and tiger balm (so we always have something to sniff if the odors are too overwhelming).

In the evening we visit the food court at Pavilion Mall (Bukit Bintang) which our friend Scott recommended – this mall is about as big as a medium-sized German county capital. After a short exploration tour in the area (malls malls malls) we slowly head back to our accommodation.

Taman Negara is next on our schedule. Tomorrow we’ll be on a bus from KL via Jerantut to Kuala Tahan, where we stay for a few days and explore the jungle. Everything still feels very “unreal”, but we’re looking forward to all the things that are going to happen to us in the next six months.

More pics in the slideshow.

2 comments
  1. Barbs says: 22:46, November 10th, 201322:46

    Goodbye!!!!

    • gregor. says: 01:17, November 11th, 201301:17

      Bye bye Brabs! Barbs?

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