— immi and greg.

taman negara. malaysia.

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Nach 2 Nächten in Kuala Lumpur wurde es Zeit für uns in die Natur zu fahren. Wir nehmen die Monorail zum Busbahnhof Pekeliling von wo uns ein Bus nach Jerantut bringen soll, von da aus geht’s dann weiter nach Kuala Tahan (Taman Negara National Park).
Die Fahrt in einem relativ komfortablen Überlandbus dauert 3,5 Stunden (17 MYR). In Jerantut angekommen müssen wir 3 Stunden auf den Anschluss warten. Wir vertreiben uns die Zeit mit Essen (selbstverständlich) und bekommen einen kostenlosen Sprachkurs von einem Local – die essentiellen Basics in malayisch, wie “Zigaretten” oder “Dankeschön”.

Ein klapprige Minivan, der fast auseinanderfällt, verlässt mit einiger Verspätung Jerantut (was in Malaysia völlig normal ist) – für 7 MYR kann man aber auch nicht wirklich meckern. Eine Stunde später kommen wir endlich im Dschungel an – der erste Eindruck ist, dass Kuala Tahan mehr oder weniger nur aus Gasthäusern und Hostels besteht. Wir checken im Rippi Hostel ein (15 MYR pro Person im Dorm) begeben uns aber schnell auf die Suche nach Satay zum Abendessen.

Leider schliefen wir die erste Nacht kaum, da einige andere Leute im Hostel und die Besitzer sich Abends noch ziemlich volllaufen lassen haben und es tierisch laut war. Am nächsten Morgen kommt dann noch die zweite unangenehme Überraschung: man muss seine Schuhe vor dem Hostel abstellen (muslimisch) und macht das natürlich auch. Als Gregor dann seine Sandalen anziehen will, bemerkt er dass eine Zigarette ein schönes Loch reingebrannt hat – hat wohl irgendjemand von der Veranda runtergeschnippt. Nicht so geil.

Lockeres Ambiente und billiger Preis hin oder her – nach dem Frühstück suchen wir uns eine neue Bleibe. Wir finden ein angenehmes Zimmer mit Aircon in einer Holzhütte für 50 MYR – mit Veranda und Blick auf den Fluss (Mahseer Chalet, neben dem Rainbow Guesthouse an der Treppe vom Jetty).

Gegen Mittag kommen wir endlich los, wir haben uns für heute erstmal nicht soviel vorgenommen. Es geht zum Canopy Walkway – der Track dort hin ist ziemlich einfach zu begehen, da er mit Holzbohlen ausgelegt ist. Relativ schnell erreichen wir dann auch denWalkway, der leider zur Hälfte wegen Wartungsarbeiten gesperrt ist. Nach ungefähr 15 Minuten war der Spaß schon wieder vorbei (5 MYR pro Person).

Von dort aus wollen wir weiter zum “Bukit Terisek”, dieser Hügel liegt 344m hoch. Der Track dorthin ist eigentlich relativ einfach zu begehen, Mittagshitze und fehlende Kondition treiben uns aber schon die Schweissperlen auf die Stirn. Wo auf einer Seite des Hügels Plattformen das Wandern einfach machen, wird es auf der anderen Seite schwieriger. Klettern lautet die Devise: Seile und Baumwurzeln helfen beim Abstieg. Bei 30° Celsius und 80 % Luftfeuchtigkeit kommt man ganz schön ins schwitzen, wird aber mit traumhaften Aussichten belohnt.

Nach 4 1/2 Stunden sind wir verschwitzt und hungrig wieder am Nationalparkbüro an – ab unter die Dusche und Pläne für den nächsten Tag schmieden. Für den Nationalpark braucht man übrigens noch eine Eintrittsgenehmigung (1 MYR pro Person) und eine Fotogenehmigung (5 MYR), die allerdings recht einfach zu beschaffen sind.

Am Vorabend haben wir zwei Italiener, Giovanna und Davide, angesprochen. Wir wollen uns nämlich am zweiten Tag auf einen 8km langen Track begeben. Da wir allerdings nicht wirklich wissen, ob wir die Strecke auch wieder zurücklaufen können, organisieren wir uns ein Boot, das uns am Ziel wieder einsammeln soll. Mit den zwei Italienern sind die 160 MYR für die Bootsabholung auch relativ schnell finanziert. Normalerweise kann man sich für das Geld auf dem Boot hinbringen und wieder abholen lassen, wir wollen es aber lieber ein wenig abenteuerlicher.

Es wird im Vorfeld darauf hingewiesen diesen Track lieber mit einem Guide zu machen, da man sich schnell im Dickicht des Dschungels verirren kann. Wir wollen aber Abenteuer und machen das lieber ohne.

Der Dschungel ist so wundervoll unberührt, fernab der typischen Touri-Routen. Bunte Schmetterlinge flattern an uns vorbei, wir sichten Affen, Eichhörnchen und sogar fast Elefanten (naja, zumindest frischen Elefantendung). Leider haben diese auch den ohnehin schon unübersichtlichen Weg komplett verwüstet und wir müssen uns teilweise nach Gefühl orientieren. Eine ungenaue Karte und ein Kompass helfen uns relativ gut.

Allerdings waren wir zeitweise schon sehr verwirrt, da ein Schild uns sagt, wir wären noch 2,5 km vom Ziel, nach einer Stunde sehen wir ein anderes Schild, auf dem wieder 2,5 km stehen und nach noch einer Stunde sind wir noch immer 2km entfernt. Sehr gemocht werden wir von den zahlreichen Blutegeln, die auf dem Boden nach Beute suchen. Giovanna und Davide bekommen das extrem zu spüren, Gregor und ich mit knöchelhohen Schuhen wurden relativ verschont.

Nach knapp 5 Stunden sind wir fast am Ziel, es muss nur noch der Fluss durchquert werden. Zu diesem Zeitpunkt schätzen wir unsere Chancen, an der richtigen Stelle zu sein, ungefähr 50:50. Unter einem umgefallenen Baum finden wir aber dann das Schild “Crossing” das auf eine durchquerbare Stelle des Flusses hinweist. Wir watschen barfuss über die glitschigen Steine, die Strömung macht es auch nicht gerade einfach aber wir vier meistern das ziemlich elegant.

Auf der anderen Seite angekommen ist erstmal kein Weg zu erkennen. Nur nachdem wir uns weiter den Fluss hinaufbewegen, sehen wir endlich das schon erwähnte Schild “2 km bis zum Ziel”. Wir sind zu dem Zeitpunkt ziemlich im Eimer und das Boot holt uns in 45 Minuten ab. Gregor sprintet nochmal zum Ende des Tracks, kommt aber ziemlich enttäuscht und erschöpft wieder – so aufregend ist es dann doch nicht. Aber zumindest haben wir es bis nach Lata Berkoh geschafft, und zwar zu Fuss (das macht kaum noch jemand).

Die Rückfahrt im Boot ist wundervoll. Das Wasser ist angenehm kühl und die beiden Malayen bewegen das Langboot gekonnt durch Stromschnellen und seichte Abschnitte. Der Dschungel am Fluss sieht wunderbar aus, aber wir freuen uns jetzt auch auf eine Dusche und die wohlverdiente Limonade (da Kuala Tahan ein muslimisches Dorf ist, bekommt man dort überhaupt keinen Alkohol).

Am Abend speisen wir in einem der schwimmenden Restaurants (Das “Liana” hat uns vom Preis-Leistungs-Verhältnis immer am besten gefallen. Ausserdem auch das einzige Restaurant, in dem nicht andauernd der Fernseher lief) nochmal richtig zu und bestellen vier Hauptspeisen, Limonade und Wassermelonensaft. Trotzdem bezahlen wir nicht mehr als 5 €.

Danach geht es für uns schnell ins Bett, da wir am nächsten Morgen um 6:30 Uhr aufstehen müssen, um den lokalen Bus zurück nach Jerantut zu erwischen. Der soll eigentlich um 7:30 Uhr fahren – das passt auch super, da wir um 11 Uhr einen Transfer von Jerantut nach Tanah Rata in den Cameron Highlands gebucht haben (NKS Travel, 50 MYR). Der Bus kommt natürlich nicht und wir müssen auf den Minibus von NKS umsteigen (scheinbar fährt der 7:30 Uhr Bus nie), dessen Fahrer von uns noch einmal 25 MYR pro Person haben möchte. Zum Glück vergessen alle NKS Mitarbeiter das allerrdings recht schnell und wir sparen das Geld.

Taman Negara war den Ausflug auf jeden Fall wert. Wir hatten zwei tolle Tage dort (plus An- und Abreise) und haben viel vom Dschungel gesehen. Diverse Angebote wie Nachtsafari (welche beide Nächte in Gewittern abgesoffen sind) oder Besuche bei Ureinwohnern haben wir nicht wahrgenommen und waren auch relativ zufrieden damit. Toppen können hätte man alles nur noch mit einer Mehrtagestour, worauf wir aber weder Lust hatten, noch Geld ausgeben wollten. Frohen Mutes fallen wir ins Bett und freuen uns auf die nächsten Tage.

Mehr Bilder in der Slideshow:

gb

After 2 nights in Kuala Lumpur, it was time for us to head out into the nature. We’re taking the monorail to the bus station Pekeliling from where a bus brings us to Jerantut, from where we go to Kuala Tahan (Taman Negara National Park).
The ride in a relatively comfortable bus takes 3.5 hours (17 MYR). Arriving in Jerantut we discover we’ll have to wait 3 hours until we can catch the next bus. We pass the time with food (of course) and even get a free language course from a local – some essentials in Malay as “cigarettes” or “thank you”.

A dodgy minivan that almost falls apart is finally leaving Jerantut with some delay (which is normal in Malaysia) – for 7 MYR you can not really complain. An hour later we arrive in the jungle – the first impression is that Kuala Tahan more or less consists only of guest houses and hostels. We check in at a hostel named Rippi (15 MYR per person in a dorm) but quickly embark on a search for Satay for dinner.

Unfortunately, we barely slept the first night as some other guests and the owners got on the booze pretty heavy and were extremely loud. The next morning the second unpleasant surprise: you have to leave your shoes outside the hostel (muslim) and of course we behaved and did it. So when Gregor wants to put on his sandals, he notices that a cigarette has burned a hole in it – probably someone just snipped it of the porch. Not so great.

We decide that a casual atmosphere and cheap price are not everything – after breakfast we look for a new home. We find a nice room with aircon in a wooden hut for 50 MYR – with a veranda overlooking the river (Mahseer chalet, next to the Rainbow Guest House on top of the stairs from the jetty).

Around noon we finally get everything set up – lucky we haven’t planned too much for the first day. We head for the Canopy Walkway – the track leading there is pretty easy to walk as it is made out of wooden planks. Relatively quickly we reach the Walkway, where unfortunately we have to discover that half the walk is closed due to maintenance work. After about 15 minutes the fun was already over (5 MYR per person).

From there we want to continue to “Bukit Terisek”, this hill is 344m high. The track up the top is actually relatively easy to climb but midday heat and lack of stamina already let drops of sweat run down our foreheads. While one side of the hill basically consists of walking platforms, it is going to be harder on the other side. Climbing is the motto: ropes and tree roots help us on the way down. At 30°C and 80% humidity you produce quite a lot of sweat but we are rewarded with fantastic views.

After 4 1/2 hours we are back at the National Park office, sweaty and hungry – we go for a shower and make plans for the next day. Btw. to enter the National Park you need an entry permit (1 MYR per person) and a photo permit (5 MYR) but these are fairly easy to obtain.

On the night before we meet two Italians, Giovanna and Davide. We are planning to go on a 8 km long hike the second day. Since we are unsure if we’ll be able to walk the track back again we organize a boat to pick us up at the destination. With the two Italians the 160 MYR for the boat pickup are finaanced relatively quickly. For the 160 Ringgit you are normally carted there by boat, spend an hour in the jungle and are carted home but we prefer a way a little more adventurous.

The National Park recommends to walk this track with a guide as you can easily get lost in the thicket of the jungle. But we want to embrace the adventure and prefer to go alone.

The jungle is so wonderfully untouched far from the typical tourist routes. Colourful butterflies flutter past, we spot monkeys, squirrels and even almost elephants (well, at least fresh elephant dung). Unfortunately these elephants have also devastated the already confusing track completely and we have to orientate ourselves partly by intuition. As a little aid we also have a inaccurate map and a compass.

However we are very confused at times. For example by a sign telling us we are still 2.5 km from the target, after we walked an hour from another sign telling us the same. After another hour we are still 2km away (referring to another sign). The many leeches on the floor looking for prey are very fond of us. Giovanna and Davide get to feel this extremely, Gregor and I with ankle-high shoes were relatively spared (in comparison).

After almost 5 hours we are almost there – we only need to cross the river. At this time, we estimate our chances of being in the right place at about 50:50. Under a fallen over tree we then find the sign “Crossing” which indicates a traversable part of the river. We walk barefoot on slippery rocks and the flow also makes a bit difficult but the four of us master it quite elegantly.

Arriving on the other side we can’t spot the track. Only after we move further up the river, we finally see the already mentioned sign “2 km” to the finish. At that time we are pretty exhausted and the boat is going to pick us up in 45 minutes. Gregor sprints to the end of the track but comes back pretty disappointed – it is not so exciting at all. But at least we made ??it to Lata Berkoh, walking (which hardly anyone does)!

The return trip on the boat is wonderful. The water is cool and the two Malays move the longboat skillfully through rapids and shallow sections. The jungle next to the river looks great but what we’re really looking forward to now are a well deserved shower and a lemonade (because Kuala Tahan is a Muslim village, there is absolutely no alcohol to find.

In the evening we dine in one of the floating restaurants (the “Liana” had the best price-performance perspective ratio and also was the only restaurant that hadn’t constantly a TV running) and ordered four main dishes, lemonade and watermelon juice. Nevertheless, we do not pay more than 5 €.

We go to bed early because we have to get up the next morning at 6:30 clock to catch the local bus back to Jerantut. The bus is supposed to leave at 7:30 – that fits great as well as we have booked transfer from Jerantut to Tanah Rata in the Cameron Highlands for 11 o’clock (NKS Travel, 50 MYR). Of course the bus doesn’t show up and we have to catch the NKS minivan (it seems like the 7:30 bus never shows up) whose driver wants another 25 MYR from us. Luckily all NKS employees keep forgetting about this and we can save the money.

Taman Negara was definitely worth the trip. We had two wonderful days there (excl. travel to and fro) and saw a lot of jungle. We didn’t join most of the activities like the night safari (which both nights was soaked in thunderstorms) or visiting the aboriginal people of the area and we are pretty comfortable with this. You could only top this with a multi-day tour but we didn’t really want to and also we didn’t want to spend any money on it. We are going to bed pretty happy and are looking forward to the next days.

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1 comment
  1. Luigi says: 12:19, November 14th, 201312:19

    Voll toll!

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