— immi and greg.

ranong. ko ‘farang’. ko tao. thailand.

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Wir wollen Khao Lak möglichst schnell wieder verlassen und springen eines Morgens am Highway in den öffentlichen Bus nach Ranong, eine Stadt an der Grenze zu Myanmar. Wir erwarten wieder mal ein authentischeres Fleckchen Thailand und werden nicht enttäuscht.
Wir kommen am späten Nachmittag in Ranong an, die schwüle Hitze liegt wie eine Glocke über der Stadt – die überteuerten Angebote der Tuktuk-Fahrer im Ohr, machen wir uns zu Fuss zu einem Guesthouse auf. Natürlich führt uns Google Maps ins Nichts, der Schweiss läuft in Strömen, doch nach 15 Minuten hilfloser Konversation mit den Locals wissen wir wo wir hin müssen.

Angesteckt von Lios Urlaubsmotto (“Aircon an und faulenzen!”) laufen wir am ersten Tag nur ein paar Kreise in der Innenstadt – Robert, den wir beim Klettern in Railay kennengelernt haben (und der seitdem immer vor uns herreist), ist auch da, berichtet aber nicht allzu begeistert von den lokalen Sehenswürdigkeiten (heiße Quellen, Wasserfälle, Tempel).

Am Tag darauf halten wir es aber auch nicht mehr in der Stadt aus. Anstatt zwei Roller auszuleiehen, setzen wir uns in (irgend-)ein Songthaew (eine Art Pickup mit Dach – der lokale Linienbus), fahren zweieinhalb Stunden durch die Botanik und steigen an der Endstation aus. Diese ist der kleine Ort Kraburi, wohin sich anscheinend selten Farangs verirren – wir sind dort eine kleine Attraktion für die Einheimischen.

Horden vorbeiradelnder Kinder wollen mit uns einklatschen und aus den kleinen Läden ertönt immer verhaltenes Gekicher wenn wir vorlaufen. Man kann zum Kra Buri River laufen (der Grenzfluss zwischen Thailand und Myanmar) und vom Ufer aus in das unbekannte Land auf der anderen Seite blicken – goldene Pagoden auf bewaldeten Hügeln steigern unsere Vorfreude auf unseren Trip im Januar.

Nach ein paar Snacks auf dem lokalen Markt geht es dann zurück nach Ranong und wir passieren noch schnell die engste Stelle der malayischen Halbinsel, den Isthmus von Kra – die gesamte Landmasse von Süd-Thailand und der malayischen Halbinsel hängt hier an einem ca. 50 km breiten Streifen Land. Leider sieht man nicht viel, aber es klingt zumindest beeindruckend.

Am Abend gesellt sich, zurück im Guesthouse, Andre, ein Freund aus Berlin, zu uns, der ebenfalls gerade durch Südostasien reist. Mit ihm wollen wir Weihnachten auf einer kleinen Insel in der Andaman See verbringen. Noch ein letztes Mal Schlafen und dann erst einmal wieder “ruminseln”.

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von Lio und springen auf ein Songthaew in Richtung Hafen. Ein paar Holländer erzählen uns von den “Unmengen” an Deutschen auf dem Ziel unseres Trips und uns vergeht schon fast die Vorfreude. Die Überfahrt dauert nur ca. 1,5 Stunden und die See verhält sich, bis auf einige haarsträubende Ausnahmen, relativ ruhig – gut so, denn unsere Rucksäcke liegen lose auf dem Dach des Bootes und wir hatten schon die Befürchtung ohne Gepäck auf unserem Weihnachtsparadies zu stranden.

Die nächsten 12 Tage gehen wir ganz entspannt an und bestehen ausschließlich aus Schlafen, Relaxen, Lesen, Relaxen, Essen und Relaxen. Strom gibt es nur Abends für ein paar Stunden – Full Moon Partys, Autos, Mopeds, Bananenboote, Pauschalurlauber und Handyempfang sucht man vergeblich. Ganz zu schweigen von einer funktionsfähigen und schnellen Internetverbindung. Nach fast zwei Wochen und einem wunderschönen “Weihnachtsfest” (frische Kokosnuss mit Rum und Thai-Food Büffet) fällt uns allerdings kurz vor Neujahr das Decke auf den Kopf und wir müssen mal weiter.

Von den vielen Plänen die wir hatten (Schaukel bauen, Plattform basteln, Insel zu Fuss erkunden) konnten wir nur wenige durchführen – die Energie ist einfach von uns gewichen. Ein kurzer Ausflug zum kleinen Süßwassersee hat so geschlaucht, dass wir uns erst einmal zwei Tage erholen mussten.

Die bereits angesprochenen “Unmengen” an Deutschen findet man auf der Insel tatsächlich, was allerdings weitaus nicht so schlimm ist, wie gedacht. Es sind eher Bewohner als Urlauber, die man hier findet – manche kommen im Spätsommer und bleiben bis weit in den Frühling hinein, haben ihre eigenen Bungalows (mit farbenfrohen Malereien und vielen vielen Muschelgirlanden) und erfüllen definitiv nicht das Bild des deutschen Urlaubers vor dem es uns graut. Da die deutsche Bevölkerung bemerkenswert groß ist, werden von uns irgendwann um Weihnachten die Kosenamen “Ko Farang” und “Ko ‘Schland” entwickelt – natürlich im rein positiven Sinne.

Nach dieser entspannten Zeit fiel es uns relativ schwer uns wieder in den Trubel zu stürzen. Schon in Ranong werden wir von den “Taxi, Taxi!” und “Where are you going?” Rufen genervt. Von Ranong geht es über Chumphon nach Ko Tao, die Tauchfabrik Thailands. Gregor hat schon länger mit dem Gedanken gespielt dort seinen Tauchschein zu machen. Zusammen mit unserem Freund aus Berlin nehmen wir die Nachtfähre – die Überfahrt dauert sechs unruhige Stunden und am frühen Morgen, ohne wirklich ein Auge zugemacht zu haben, erreichen wir die Insel.

Es wimmelt nur so von Touristen, Rollern, Quads, Autos, Bars, Restaurants, Souvenirshops und Tauchschulen. Wir haben uns im Vorfeld nicht wirklich mit Ko Tao beschäftigt, wollten ja nur mal eben den Tauchschein machen (kann ja nicht so schwer sein). Am “Touri-Strich” (Hat Sairee) suchen wir nach einer günstigen Bleibe, was sich allerdings als Geduldsprobe herausstellt, und nach der ganzen Entspannung sind wir total überfordert. Wir finden schliesslich einen annehmbaren Bungalow für doppelt soviel wie auf der Insel davor (O’Chai Bungalows, 600 Baht).

Ausgepackt, kurzer Mittagsschlaf und ab auf die Suche nach der richtigen Tauchschule. Das ging auch schneller als die Suche nach einem Schlafplatz. Schon ein paar Stunden später beginnt Gregor mit dem ersten theoretischen Teil seines Kurses. Ko Tao ist für den Tauchkurs eine ganz gute Entscheidung gewesen – insbesondere über Silvester und Neujahr. Für 8,000 Baht (andere Inseln 13,500 Baht) macht Gregor seinen Tauchschein ganz allein und hat auch den Tauchlehrer nur für sich (gute Tauchschule: New Way Diving). Das hilft und in nur zweieinhalb Tagen ist er auch schon fertig.

Tauchen war klasse und er will auf jeden Fall bald wieder gehen – aufgrund eines späten Monsuns war die Sichtbarkeit unter Wasser nämlich eher so naja und Fotos machen durfte er während seines Kurses auch nicht. Trotzdem klasse im Einklang mit Fischschwärmen um die Korallen zu schweben und sich wie schwerelos zu fühlen – anders als beim Schnorcheln haben die Fische nämlich scheinbar keine Angst mehr vor einem!

Ach so, Immi hat Schiss und macht ihren Tauschein vielleicht irgendwann, irgendwo anders und vergnügt sich lieber mit Schnarchen und Schnorcheln. Da wir nicht viel von Koh Tao über Wasser gesehen hatten, gehen wir am nächsten Tag ungeplant auf einen längeren Spaziergang auf die andere Seite der Insel (Mao Bay) und finden unerwarteterweise ein kleines, stilles Paradies mit vielen netten Menschen (natürlich wieder am letzten Tag).
Zwei Jungs nehmen uns abends noch mit in eine kleine Strandbar am südlichen Ende und gegen 4 Uhr nachts fahren wir dann, zu dritt auf einem Moped, zurück zum Bungalow – nur um nach drei Stunden wieder geweckt zu werden, denn wir müssen die Fähre zurück ans Festland erwischen.

Mit dem Speedboat zurück nach Chumphon, wo wir (zusammen mit gefühlten Tausenden anderen Urlaubern) in einen der unzähligen Busse geschleust werden. Nach den Eskapaden der letzten Nacht sind die schnell durchdrehenden Pauschaltouristen nicht leicht zu ertragen und wir freuen uns als wir im klimatisierten Bus nach Bangkok endlich wieder einschlafen können.

Mehr Bilder in der Slideshow:

gb

We want to leave Khao Lak as soon as possible and just jump on a public bus one morning on the highway to Ranong, a town on the border to Myanmar. We are once more looking forward to an authentic thai spot and are not dissapointed.
We arrive in Ranong late that afternoon, the muggy heat hanging heavily over the town – with the overpriced offers of the tuk tuk drivers in our ears, we decide to walk to a guesthouse. Of course, Google Maps leads us nowhere, the sweat is pouring down, but after 15 minutes of helpless interrogations of the locals we finally know where to go.

Infected by Lio’s holiday motto (“Switch on the Aircon and relax!”) we only manage walk circles around the town centre the first day – Robert, whom we met while climbing in Railay (since then he was alway travelling ahead of us) is also there and tells us, not too enthusiastically, about the local attractions (hot springs, waterfalls, temples).

We have to get out of town the following day. Instead of renting two scooters, we jump on a random Sontheaw (like a pickup truck with a roof – a local bus), drive two and a half hours around the countryside and get off at the final stop – which is the little town of Kraburi, a town Farangs apparently don’t visit that often – and we are a little attraction for the locals.

Hordes of cycling-by kids want to high-five us and from the small shops you always hear giggles when we walk past. You can walk to Kra Buri River (the border river between Thailand and Myanmar) and look from the shore to the unknown country on the other side – golden pagodas on densely wooded hills fire our expectations for our trip in January.

After a few snacks on the local market we are heading back to Ranong and quickly pass the narrowest point of the Malay Peninsula, the Isthmus of Kra – the entire landmass of Southern Thailand and the Malay Peninsula is held here by a 50 km wide strip of land. Unfortunately there is not much to see but at least it sounds impressive.

This evening back at the guesthouse Andre, a friend from Berlin, who also travels through South East Asia, joins us. Together we are planning to spend Christmas on a small island in the Andaman Sea. Only one more sleep until it is time to finally do some “islanding” again.

We say goodbye to Lio the next morning and hop on a Songtheaw headed for the port. Some Dutch guys tell us about the “tons” of Germans at our destinaton and leads to a rapid lowering of expectations. The trip takes only about one and a half hours and luckily the sea is quite calm, except for some hair-raising exceptions – a good thing as our backpacks are not tied down on the roof of the boat and we are already anxious to be stranded without luggage on our Christmas paradise.

We approach the next days laid back and spend almost the entirety of our time with sleeping, relaxing, reading, relaxing, eating and relaxing. There is only sporadic electricity for a few hours each evening – one keeps looking in vain for Full Moon parties, cars, motorcycles, banana boats, package tourists and mobile reception. Not to mention a functioning and quick internet connection. After almost two weeks and a beautiful “Christmas” (fresh coconut with rum and thai-food buffet) we start to suffer from island fever and we have to head on.

Of the many plans we had in the beginning (building a swing, building a platform, exploring the island on foot) we only executed a few – the energies just left us. A short excursion to the small freshwater lake saw us so exhausted that we had to recover for two days.

Of course you find the previously mentioned “tons” of Germans but they are by far not as bad as imagined. Being rather residents than tourists they come here in late summer and stay until late in spring, have their own bungalows adorned with colourful paintings and definitely don’t resemble the dreaded picture of the German tourist. As the German community is so incredibly big on this island we develop the nicknames “Ko Farang” and “Ko ‘Schland” somewhere around Christmas – of course with purely positive connotations.

After the extremely relaxing weeks we had a hard time plunging back into the hustle and bustle. We are already stressed out by the “Taxi, taxi!” and “Where are you going?” shouts that welcome us on our arrival in Ranong. From Ranong via Chumphon we head to Ko Tao, the dive factory of Thailand. Gregor has been toying with the idea to get his diving certificate there. Together with our friend from Berlin we take the night ferry – the crossing takes around six bumpy hours and we are spat out on the island in the very early morning, having hardly slept at all.

It’s teeming with tourists, scooters, quads, cars, bars, restaurants, souvenir shops and diving schools. We didn’t really bother to gather information on Ko Tao prior to that, we just wanted to get a diving certificate (can’t be that hard). We end up looking for cheap accommodation at the island’s tourist pit (Hat Sairee) where we are having a hard time and are quickly overwhelmed after all that relaxation. Finally we lay eyes upon a decent bungalow for two times the price we paid on the previous island (O’Chai bungalows, 600 Baht).

Unpack, short noon nap and off we are hitting the streets looking for the right diving school. The search was finished quicker than the previous one for a place to sleep. Only a couple of hours later Gregor already starts with the theoretical part of the course. Ko Tao was a good decision for the diving course – especially between New Year’s Eve and New Year’s Day. For 8,000 Baht (other island 13,500 Baht) get’s his diving certification all alone and also has the instructor just for himself (good diving school: New Way Diving). This helps and he finishes the course in only two and a half days.

Diving was great and he wants to dive again as soon as possible – because of a late monsoon the visibility under water was fairly poor and he wasn’t allowed to take photos during the course. Still amazing to float around the corals totally in tune with the schools of fish and feel almost weightless – unlike the snorkelling experience fish seem to not be afraid of you anymore!

Oh yeah, by the way, Immi’s scared and maybe does her diving certification sometime, somewhere else and in the meantime delights herself with snoring and snorkelling. As we didn’t see much of Ko Tao above the water we unintentionally head out on a longer walk to the other side of the island (Mao Bay) the next day and unexpectedly find a small, tranquil paradise with many nice people (of course once again on the last day).
In the evening two guys are taking us to a small beach bar on the southern end of the island and head back around 4 o’clock at night with 3 people crammed on a scooter – only to be woken up three hours later as we have to get the ferry to the mainland.

With the speedboat back to Chumphon where we (together with what felt like thousands of other people) are funneled into one of the many buses. After the escapades of last night the quickly panicking package tourists are hard to bear but when we feel happy again when we are finally able to close our eyes on the aircon bus to Bangkok.

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